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Rede des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang 2020

Neues Jahr – neues Glück! 

Das wünsche ich Ihnen zu Beginn des Jahres 2020! Dazu noch recht viel Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg – und genau in dieser Reihenfolge!

Große Themen werden uns 2020 beschäftigen. Das Weltklima macht uns Sorgen, der CO² Ausstoß muss verringert werden. Ganze Industriezweige sehen sich in Gefahr und woanders verlieren Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlagen infolge des Klimawandels. Die Landwirtschaft kämpft um ihren guten Ruf als Versorger, als Lebensmittelproduzent und als Landschaftspfleger. Fast Jedem wird so langsam klar, dass das uferlose Ausbeuten und Konsumieren wohl zu Ende gehen muss. Ein Umdenken in der Gesellschaft, gerade auch bei der Jugend, beginnt, und Regierungen müssen handeln. Es geht um die Zukunft unseres Planeten. Die Weltklimakonferenz kürzlich in Madrid (und alle vorausgegangenen) waren da bisher nur ein zaghafter Ansatz.

Auch die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft birgt immer größere Gefahren und führt zu einer Verrohung unter den Menschen. Fakten werden verdreht, geleugnet und der Anstand geht verloren, weil man sich im Internet nicht mehr von Gesicht zu Gesicht gegenübersteht. Beleidigungen haben keine Konsequenzen mehr und Hassaufrufe gegenüber andersdenkenden sind an der Tagesordnung und machen nicht halt vor tödlichen Attacken. 

Wo soll das noch hinführen, wenn selbst Staatsmänner sich solcher Methoden bedienen und Halbwahrheiten verbreiten und Tatsachen verdrehen oder leugnen.

Hier muss die gute Welt zusammenstehen und sich nicht beirren lassen. Der demokratische Gedanke muss die Oberhand behalten, dies fordert auch unser Bundespräsident Frank Walter Steinmaier – und recht hat er! Eine enorme Aufgabe aller demokratischen Kräfte in Staat und Gesellschaft. Unsere Gesellschaft verändert sich, ein Wandel zu einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft vollzieht sich gerade. Gerade auch diese Veränderungen ängstigen die Menschen. Veränderungen brauchen Zeit, die Abkehr von Altgewohnten ist für Viele schwer. Aber die 20er Jahre können auch Gute werden, so die Worte unserer Bundeskanzlerin, wir müssen uns nur auf Neues einlassen.

Aber auch gemeindlich sind in Zukunft große Herausforderungen und Aufgaben zu bewältigen. Es wird auch Neues kommen. Der nötige Neubau einer Kläranlage bzw. die Entscheidung der Abwasser-entsorgung bis 31.12.2022 ist dabei wohl das größte Projekt und beschäftigt seit geraumer Zeit auch schon den Gemeinderat. Die Entscheidungen dazu muss dann der neue Gemeinderat bzw. die neu gewählten Gemeindevertreter treffen. Die Kandidaten haben sich in Stellung gebracht und stehen bereit Verantwortung zu übernehmen. Ich danke daher allen, die sich zur Wahl am 15. März stellen und zum Wohle unserer Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger arbeiten und entscheiden wollen – sei es als Gemeinderat oder im Bürgermeisteramt.

Die Restlaufzeit für den jetzigen Gemeinderat wird hauptsächlich darin bestehen, begonnene bzw. geplante Projekte voranzutreiben, den Haushalt 2020 noch zu beschließen und so einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Eines kann ich heute hier jedoch versprechen – langweilig wird es für die Neuen mit Sicherheit nicht!

Insbesondere sind hierbei zu nennen, wie schon erwähnt, die Entscheidung über die Kläranlage und den damit verbundenen Belastungen für die Bürger, der Neubau des Klingenweges, der Abschluss der Dorferneuerung Castell mit Rathausplatz und Schutz, die Aufnahme der Dörfer Greuth und Wüstenfelden in die Dorferneuerung, der Flächennutzungsplan mit der Ausweisung von neuen Bauflächen und von Gewerbeflächen.

Doch bei all den mit Sicherheit sehr wichtigen Aufgaben darf nicht der Mensch, die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde vergessen werden. Dies war mir auch in meiner nun fast 18-jährigen Amtszeit, die sich nun dem Ende zuneigt, stets sehr wichtig. Viel Unterstützung habe ich dabei jederzeit erfahren und ich sah mich auch innerhalb unserer Dorfgemeinschaften, immer als Netzwerker. Ganz besonders waren mir dabei die Vereine am Herzen gelegen, und so versäumte ich kaum einmal eine Generalversammlung. Dies verschaffte mir stets einen aktuellen Blick auf das gesellschaftliche Leben in unseren Dörfern. Aber auch die Kommunikation mit den Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern, mit der Jugend und den Verantwortlichen in unserer Gemeinschaft und darüber hinaus in weiteren politischen und gesellschaftlichen Gremien war für mich immer äußerst wichtig und fruchtbar. Dafür bedanke ich mich bei allen Mitwirkenden ganz herzlich an dieser Stelle! Allein die Angst davor, ich könnte heute und hier jemanden vergessen, bewog mich dazu, keine Einzelnennungen vorzunehmen. Bitte seien sie sich Alle meines größten Dankes versichert, die in irgendeiner Weise zum Wohle unserer Gemeinde mit beigetragen haben und das gute Miteinander gefördert haben. Besonders gerne denke ich in diesem Zusammenhang an gemeinsame Zeiten wie die 1200 Jahr-Feier von Castell im Jahr 2016 oder erst kürzlich die Wahl von Carolin Meyer zur Fränkische Weinkönigin. Hier hat sich das ganze Potenzial unserer Gemeinde gezeigt und das alles auf ehrenamtlicher Basis. Also noch einmal vielen herzlichen Dank allen, die in unserer Gemeinde ehrenamtlich tätig sind, sei es in den Vereinen und nicht zuletzt für unseren Kindergarten und die Feuerwehren unserer drei Orte. 

Ich danke dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft in Wiesentheid für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, aber auch all den Gemeindevertretern seit 2002 während meiner Amtszeit als 1. Bürgermeister. Nur gemeinsam kann es gelingen, aber einer muss den Ton angeben und wenn man es mit dem Bild eines Schiffes vergleichen will, so muss einer der Kapitän sein. 18 Jahre durfte ich es sein, für dieses Vertrauen bedanke ich mich ganz herzlich. Der alte Kapitän tritt also in Kürze ab und eine neue Crow wird anheuern. Dazu wünsche ich schon heute gutes Gelingen!

Schließen möchte ich mit einem Spruch von Richard von Weizsäcker:

„Wo immer wir die Herausforderungen unserer Zeit mit Verstand und mit Herz annehmen, werden wir die notwendige Kraft finden“.

In diesem Sinne wünsche ich ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!

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zuletzt geändert: 07.01.2020

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Donnerstag von 18:00 bis 19:00 Uhr